Ausschuss spricht sich für Ehrenamtskarte aus

Urheber: taeglich.me  -  Wülfrath  -  6. März 2020  -  Autor: Thomas Reuter

Die Verwaltung hatte Bedenken gegen den Antrag der WG aus Haushalts- und Personalgründen geäußert.

Einstimmig hat der Ausschuss für Gesellschaft und Soziales (AGS) sich für die Einführung der Ehrenamtskarte ausgesprochen. Bis zur Ratssitzung im Juni soll die Verwaltung ein Konzept erarbeiten. Die Wülfrather Gruppe hatte den Antrag gestellt.

Erst nach längerer Diskussion stand dieses einmütige Ergebnis fest. Die Stadtverwaltung lehnte den Vorstoß aus personellen Gründen ab, CDU und SPD äußerten zunächst Bedenken – nicht gegen die Karten, sondern zum aktuellen Zeitpunkt. Sie meldeten Beratungsbedarf an, weil noch Fragen noch offen seien. „Dafür gibt es den Fachausschuss, Fragen zu stellen“, so Wolfgang Peetz für die Antragsteller.

Die Bedenken der Verwaltung waren grundsätzlicher Natur. Die Kassenlage führe zu deutlich eingeschränkten Handlungsspielräumen. Daher empfahl die Stadt, den personellen Aufwand nicht durch hauptamtliche Kräfte bewältigen zu lassen. Den Aufwand beziffert die Stadt mit etwa 18 Prozent Anteil an einer Vollzeit stelle. In etwa dieser Größenordnung – etwas niedriger – liegt auch der personelle Aufwand für die Wiederbelebung des Seniorenrates, den die Stadt ausdrücklich begrüßt. „Auch der Seniorenrat ist eine freiwillige Leistung“, merkte Peetz an. Die Verwaltung widerspreche sie so mit ihren Argumenten. Peetz konnte sich vorstellen, die Aufgaben der geplanten halben Stelle im Kulturamt zuzuordnen.

Am Ende votierte der Ausschuss einstimmig „pro Ehrenamtskarte“. Diese berechtigt ehrenamtlich Engagierte, zahlreiche attraktive Angebote in verschiedenen öffentlichen und privaten Einrichtungen in ganz NRW vergünstigt zu nutzen (www.ehrensache.nrw.de).

Wie die Stadt den Ausschuss informierte, gibt es seitens des Landes zur Einführung der Karte unter anderem eine Anschubfinanzierung in Höhe von 1500 Euro. Dazu gibt es Infomaterial, Beratung, Material zur Öffentlichkeitsarbeit und eine Erstausstattung an Karten, nämlich 500 Stück.

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