Presseerklärung der Ratsfraktion der Wülfrather Gruppe

Gemeinsame, abgestimmte Presseerklärung

Am 9.10.2010 hat im Gemeindezentrum Ellenbeek ein Gespräch zu den Vorgängen in der Ratssitzung am 5.10.2010 und die daraus entstandenen Folgen stattgefunden. An dem Gespräch haben teilgenommen: Herr Mielke, Herr Peetz, Herr Breitbarth, Herr Gerhold und Herr Jost.

Herr Peetz hat aus seiner Sicht über die Ratssitzung berichtet. Die Teilnehmenden nehmen zur Kenntnis, dass er in der Ratssitzung die ihm in der Presse und von anderen Informanten unterstellten Formulierungen: „Maulkorb und Gerhold zurückpfeifen“ nicht verwendet hat. Er hat mit seinem Redebeitrag nicht die Absicht gehabt, gegen Herrn Gerhold arbeitsrechtliche Schritte zu erwirken. Vor diesem Hintergrund hält Herr Kantor Thomas Gerhold seine Äußerungen, die er in der öffentlichen Ratssitzung vom 26.10.2010 gegenüber Herrn Stadtverordneten Peetz gemacht hat, nicht länger aufrecht und bedauert sie.

Herr Gerhold berichtet aus seiner Sicht den Hergang. Aus der Berichterstattung der WZ vom 7.10.2010 in dem Artikel „Kontaktaufnahme“ wurde mitgeteilt, dass Herr Peetz, der stv. Vorsitzende der WG, Frau Bürgermeisterin Dr. Panke aufgefordert habe, Kontakt zur Ev.- ref. Kirchengemeinde Wülfrath wegen „unangemessenen“ Verhaltens aufzunehmen. Solches Verhalten sollte in Zukunft unterlassen werden. Davon musste Herr Gerhold sich persönlich angegriffen fühlen.

Herr Peetz erklärt, dass er in der Ratssitzung am 5.10.2010 das Wort „unangemessen“ im Zusammenhang mit einem möglichen Verhalten der Ev.-ref. Kirchengemeinde gebraucht hat. Herr Gerhold hat in der Nacht zum 7.10. aufgrund des Zeitungsartikels im Internetforum der WZ seinem persönlichen Unmut Ausdruck verliehen. Als er dann am 7.10. vom Vorsitzenden des Presbyteriums, Herrn B. Jost, über einen Anruf von Frau Bürgermeisterin Dr. Panke unterrichtet wurde, habe sich für ihn ein Kausalzusammenhang zwischen den Äußerungen von Herrn Peetz und dem inhaltlichen handeln von Frau Dr. Panke ergeben müssen.

Herr Jost bestätigt Anrufe von Frau Dr. Panke und dass über arbeitsrechtliche Möglichkeiten gegen Herrn Gerhold gesprochen worden sei. Arbeitsrechtliche Konsequenzen hat es aber nicht gegeben, sie waren auch nie beabsichtigt. Herr Gerhold ist stark daran interessiert, dass die Vorgänge aufgeklärt werden. Die Anwesenden stimmen darin überein, dass die Sachverhalte, die Frau Dr. Panke betreffen, nicht besprochen werden können, da sie nicht anwesend ist.

Herr Peetz stellt fest: Im der Ratssitzung am 5.10.10 wollte ich klären, ob sich die Ev. Kirchengemeinde zum Thema Stadthalle offiziell geäußert habe und welche Haltung sie einnimmt. Er sei durch drei Merkmale auf den Gedanken gekommen, dass es sich bei dem Fernsehbeitrag des WDR um eine offizielle Stellungnahme der Kirchengemeinde gehandelt habe:
Herr Gerhold sei als Kantor bezeichnet worden.
Die Aufnahmen seien am Arbeitsplatz gemacht worden.
Es wurde eine Dreherlaubnis erteilt.

Herr Gerhold stellt fest, dass er eine persönliche Stellungnahme abgegeben hat und er sich als Kulturschaffender geäußert habe, dem der Erhalt der Stadthalle für seine Arbeit wichtig ist.

Die Anwesenden stimmen darin überein, dass „dieser Punkt nun erledigt ist“ und es sich bei dem erwähnten Fernsehbeitrag nicht um eine offizielle Stellungnahme der Ev.-ref. Kirchengemeinde gehandelt hat. Das Presbyterium hat sich mit diesem Thema noch nie befaßt.

Herr Breitbarth weist darauf hin, dass die Ev.-ref. Kirchengemeinde Wülfrath jederzeit das Recht hat, sich zu öffentlichen Vorgängen zu äußern. Die Anwesenden stimmen darin überein, dass niemand die Absicht hatte, das Meinungsäußerungsrecht der Ev. – ref. Kirchengemeinde zu beschneiden.

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